Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte

Verblüffende Entdeckungen, berührende Einzelschicksale und spannende Geschichten längst vergangener Generationen: In der Dauerausstellung des Landesmuseums erleben Sie die Ur- und Frühgeschichte Sachsen-Anhalts in eindrücklichen Inszenierungen und Installationen. Bedeutende archäologische Funde, darunter das Original der Himmelsscheibe von Nebra, führen Sie durch sechs Abschnitte der Menschheitsgeschichte vom Beginn der Steinzeit bis zur frühen römischen Kaiserzeit. Neben der einzigartigen Präsentation der Objekte sorgt die monumentale Architektur des neoklassizistischen Museumsbaus für einen Besuch der besonderen Art. Lassen Sie sich von der Wirkung unserer Ausstellung beeindrucken und reisen Sie auf außergewöhnlichen Wegen in die Vergangenheit.  

Geisteskraft
(Ältere bis mittlere Altsteinzeit).
 
Im ersten Abschnitt der Dauerausstellung begeben Sie sich zu den Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte. Sie werden dabei mehr als nur einer Menschenart begegnen.

Menschenwechsel
(Jüngere Altsteinzeit bis Mittelsteinzeit)

Das Auftauchen des homo sapiens in Mitteleuropa markiert den zweiten Abschnitt der Dauerausstellung. Lernen Sie unsere direkten Vorfahren nicht nur als Jäger und Sammler, sondern auch als Künstler, Schamanen und Erfinder kennen.

Lebenswandel
(Frühe bis mittlere Jungsteinzeit)
 
Der dritte Themenbereich konfrontiert Sie mit dem folgenschwersten Umbruch der menschlichen Kultur: die Abkehr vom mobilen Leben als Jäger und Sammler zugunsten einer sesshaften, auf Landwirtschaft und Viehzucht beruhenden Lebensweise, ein Kulturwandel, der letztlich auch unser heutiges Denken und Handeln prägt.

Bronzerausch
(Späte Jungsteinzeit bis Frühbronzezeit)
 
Neue und begehrte Materialien begegnen Ihnen im vierten Themenbereich der Dauerausstellung. Kupfer, Bronze und Gold brachten die gesamte alteuropäische Welt in Bewegung. Weite Tauschnetze bildeten die Grundlage für einen gesellschaftlichen Umbruch, der sich anhand einzigartiger Objekte, darunter die Himmelsscheibe von Nebra, erahnen lässt.

Glutgeboren
(Mittelbronzezeit bis vorrömische Eisenzeit)
 
Die transformierende Kraft des Feuers bestimmt die kulturgeschichtlichen Entwicklungen im fünften Ausstellungsbereich. Ob bei der Salzgewinnung, in der Metallurgie, im religiösen Ritus oder im Bestattungsbrauch, mehr als je zuvor besaß das Feuer eine zentrale Funktion im ökonomischen und religiösen Leben der Menschen Mitteldeutschlands.

Die Erfindung der Germanen
(Frühe Römische Kaiserzeit)
 
In Form eines römischen Studierzimmers gestaltet, thematisiert dieser Abschnitt der Dauerausstellung das folgenreiche Aufeinanderprallen zweier völlig unterschiedlicher Zivilisationen: Die römische Hochkultur trifft auf die germanische Welt.

Sonderausstellung „Ringe der Macht“

15. November 2019 bis 01. Juni 2020

Nachdem er über 100 Jahre in Vergessenheit geraten war, wurde 2001 im Depot des Landesmuseums für Vorgeschichte ein silberner Fingerring mit einer geheimnisvollen Inschrift wiederentdeckt. Gefunden wurde er 1898 im heute sächsischen Paußnitz. Auf jeder der zwölf Seiten des Kleinods befindet sich ein Schriftzeichen. Diese Inschrift konnte erst vor einigen Jahren entschlüsselt werden: Der Wortlaut "NAINE MI XPS" ("Verneine mich, Christus") formuliert den Wunsch des Ringträgers nach der vollkommenen Selbstaufgabe für das Erlangen des Seelenheils.

Der mystische Inschriftenring von Paußnitz steht im Zentrum der Sonderausstellung, die anhand ausgesuchter Preziosen den Kosmos machtvoller Ringe seit der Vorgeschichte veranschaulicht. Ringe, die selber Macht besitzen, die Macht bzw. den Status des Trägers ausdrücken oder auch Macht vermitteln können, sollen die zahlreichen Ringtraditionen der europäischen Menschheitsgeschichte beleuchten – waren sie doch fortwährend bedeutende Herrschafts- und Statussymbole.

Die Schau präsentiert von den ältesten bekannten Fingerringen über die goldenen Armringe der bronzezeitlichen Fürsten und den Torques der Kelten bis zu Tolkiens EINEM RING ein spektakuläres Panorama von Ringen der Macht. Amulettringe und Insignien beleuchten spirituelle und weltliche Facetten der Macht bis hin zur ideellen Vorstellung des Rings als Liebespfand.

In die Zeit um 1500 v. Chr. datiert die jüngst entdeckte Bronzehand von Prêles, Kanton Bern. Sie wird zum ersten Mal außerhalb der Schweiz präsentiert. Ebenso sind der riesige keltische Silberring von Trichtingen oder der Ring der hl. Elisabeth von Thüringen aus dem 14. Jahrhundert bedeutende Highlights der Ausstellung. Weitere Informationen unter: www.ringe-der-macht.de

Aktuelles

Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle 15.11.2019-01.06.2020

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